Der Scheidenpilz (Vaginalpilz) ist eine Pilzinfektion (Mykose) der Scheide, durch die sich die Scheidenschleimhaut entzündet.

Normalerweise rufen Pilze keine Infektion in der Scheide hervor. Denn dort herrscht üblicherweise ein saures, erregerfeindliches Milieu, das vor Infektionen schützt.

Dennoch kann es unter ungünstigen Umständen zu einer Scheidenpilzinfektion kommen.

Scheidenpilz gehört zu den am häufigsten auftretenden Infektionen der Geschlechtsorgane bei Frauen.

Typische Symptome einer Scheidenpilzinfektion sind: 

  • Starker Juckreiz im Vaginalbereich
  • Brennen in der Scheide und an der Scham (Vulva)
  • Gerötete und geschwollene Vaginalschleimhäute
  • Weißlicher, auch krümeliger Ausfluss (Fluor vaginalis)
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Es gibt einige Umstände, die eine Scheidenpilzinfektion begünstigen.

Übertriebene Hygiene der Frauen

Viele Menschen bringen eine Scheidenpilzinfektion mit mangelnder Hygiene in Verbindung. Dies ist aber falsch. Denn der normale Vaginalschleim hat eine schützende Funktion.
Dieser sollte nicht mit übertriebener Hygiene mit Waschlotions oder Intimsprays zerstört werden. Durch solch übertriebene Hygiene wird die natürliche Scheidenflora zerstört und ein idealer Lebensraum für Pilze geschaffen.

Ansteckung

Scheidenpilz ist ansteckend. Gerade unter der Vorhaut siedeln sich gerne Pilze an, die beim Mann zu keinen Beschwerden führen, aber bei Frauen zu Infektionen führen.
Wird der Mann nicht mitbehandelt kommt es leicht zu einer gegenseitigen Neuansteckung.

Chronische Übersäuerung

Ist der Körper übersäuert ändert sich das Milieu der Darm- und Scheidenflora. Dadurch können sich leichter Pilze ansiedeln.

Ist der Körper übersäuert bietet sich eine Entsäuerungskur oder eine Basenfastenwoche an.

 
Antibiotika

Häufig wird bei bakteriellen Infektionen ein Antibiotikum verschrieben. Gerade Frauen, die häufig an einer Blasenentzündung leiden nehmen oft ein Antibiotikum.
Dieses tötet aber leider nicht nur die bakteriellen Erreger ab sondern auch alle nützlichen Bakterien der Darm- und Scheidenflora.
Deshalb kommt es nach einer Antibiotika-Einnahme häufig zu Pilzinfektionen.

Geschwächtes Immunsystem

Eine Schwächung des Immunsystems kann viele Ursachen haben.

Hier kann man "einfach nur" das Immunsystem stärken, was wunderbar mit einer homöopathischen Therapie geht.

Beengende Kleidung / Syntetikwäsche

Zu enge Jeans oder String-Tangas können zu mechanischen Reizungen führen und dadurch eine Scheidenpilzinfektion fördern.

Ebenso kann Syntetikwäsche eine Infektion fördern, da diese nicht atmungsaktiv ist.

Slipeinlagen mit Kunststofffolie

Diese Slipeinlagen schaffen ein feuchtwarmes, luftdichtes Klima, das das Pilzwachstum begünstigt.

Hormonelle Verhütung

Die regelmäßige Einnahme von Hormonen schwächt das Vaginalmilieu.

Beziehungsprobleme

Beziehungsprobleme können in mehrfacher Sicht eine Scheidenpilzinfektion begünstigen.

Erstens verursachen Beziehungsprobleme Stress, welcher zu einer Schwächung des Immunsystems führt und das Vaginalmilieu ebenso schwächt.

Zweitens kann der Körper mit einer Infektion darauf hinweisen, dass in der Beziehung/Partnerschaft etwas im Argen liegt. Der Körper schiebt einer intimen Begegnung "einen Riegel" vor.

Ein dritter Punkt kann Sexualität ohne Lust (Grenzverletzung) sein. Fühlt sich eine Frau in der Partnerschaft zu etwas verpflichtet was nicht ihren eigenen Bedürfnissen entspricht kann es ebenfalls zu einer Scheidenpilzinfektion kommen.

Ist die Ursache von wiederkehren Scheidenpilzinfektionen in der Partnerschaft zu suchen kann es helfen, eine Paarberatung oder ein Einzelcoaching in Anspruch zu nehmen.

 

Es gibt allerdings einige Dinge, die Sie selbst tun können, um eine Scheidenpilzinfektion zu behandeln bzw. ihr vorzubeugen.

Kokosöl / Teebaumöl / Oreganoöl

Wichtig ist, dass Sie ausschließlich unbehandeltes Kokosöl verwenden.

Am besten erwärmen Sie das Öl vor der Verwendung etwas.

Tagsüber können Sie einen Tampon tragen auf den Sie einen Esslöffel Kokosöl / ein Paar Tropfen Teebaum- oder Orgeanoöl gegeben haben.
Nachts können Sie das Öl auch gut auf den Vaginalbereich auftragen, ohne einen Tampon zu verwenden.

Döderlein Zäpfchen

Die Anwendung von sog. Döderlein Zäpfchen ist ebenfalls sehr wirkungsvoll.

Diese Zäpfchen enthalten Milchsäurebakterien, die normalerweise auf einer gesunden Scheidenschleimhaut zu finden sind. Durch ihre Anwesenheit wird der gesunde pH-Wert im Vaginalbereich erhalten und die Schleimhaut bleibt vor Angriffen anderer Keime geschützt.

Döderlein-Zäpfchen können Sie rezeptfrei in der Apotheke kaufen.

Immunabwehr stärken

Dies geht am besten mit einer homöopathischen Therapie.

Entsäuerung / Basische Ernährung

Durch eine Entsäuerungskur und/oder basische Ernährung können Sie die gesunde Vaginalflora wieder herstellen.

Ich begleite Sie bei Ihrer Entsäuerungs- und/oder Basenfastenkur.

Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin.

Waschungen mit Essigwasser

Ein altbewährtes Mittel ist Essig.

Mischen Sie einen halben Liter Wasser mit zwei Esslöffel Essig und säubern Sie die Scheide damit. Diese leicht saure Lösung mögen Scheidenpilze überhaupt nicht. Die meisten Frauen vertragen die Essiglösung gut.

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